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Weinmythen & Irrtümer

© Adobe Stock / pauchi

Kulinarik

Weinmythen & Irrtümer

Wer sich an so manche vermeintliche Regel hält, vertut sich nicht selten den Genuss. Damit das nicht passiert, klären wir hier über populäre Wein-Irrtümer auf.

Bier auf Wein, das lass sein
Bier auf Wein verursacht keine Kopfschmerzen, wie das gemeinhin angenommen wird. Höchstens ein Zuviel an Bier auf Wein. Es gibt sogar einen Spruch unter Weinprofis, der lautet: „Das Beste an der Weindegustation ist das Bier danach.“ Wein hat viel Säure, und ein kühles Bier danach neutralisiert den Mundgeschmack. Das Sprichwort „Bier auf Wein, das lass sein — Wein auf Bier, das rat ich dir.“ hat stattdessen einen sozialen Hintergrund: Vor 150 Jahren noch konnten sich einfache Menschen lediglich Bier leisten. Wein war ein Getränk der Reichen. “Wein auf Bier” beschrieb also den sozialen Aufstieg. Die Gegenrichtung Bier auf Wein hingegen verwies auf den sozialen Abstieg.

Ein hochwertiger Wein wird immer mit einem Korken verschlossen
Auf Spanien trifft diese Aussage zu. Spanien ist nach Portugal der zweitgrößte Korkproduzent der Welt, und Kork ist ein Wirtschaftszweig. Naturkorken haben eine große Tradition in Spanien. Die spanischen Konsumenten verlangen danach, und kein Weinmacher würde es sich erlauben seine besten Weine mit einem Drehverschluss auszustatten. Auf Deutschland und Österreich trifft das nicht mehr zu. Es gibt zahlreiche Winzer, die sich ganz bewusst dafür entschieden haben ihre Weine mit einem Drehverschluss zu verschließen. Auch die Top-Gewächse. So vermeiden sie das (geringe) Risiko eines Korkfehlers im Wein. Die mitteleuropäischen Kunden haben den pragmatischen Drehverschluss inzwischen akzeptiert.

Rotwein muss mit Zimmertemperatur getrunken werden
Dies ist eine der verbreitetsten Weinmythen. Wer sich an diese Regel hält, verdirbt sich allerdings den Weingenuss. Die Regel stammt aus dem 19. Jahrhundert, als die Wohnungen insgesamt und besonders das Speisezimmer viel kühler waren als heute. Als Zimmertemperatur gilt in der Weinwelt 16°C bis 18°C und nicht die 22°C bis 25°C, wie sie in heutigen Wohnungen zumeist vorherrschen. Der Grund ist simpel: Alkohol reagiert auf Temperatur. Bei Wärme entwickelt er einen stechenden Duft, einen brandigen und zudem süßlichen Geschmack. Der Wein verliert dabei die Balance. Deshalb ist es ratsam und wichtig Rotweine bei 16°C bis 18°C zu trinken. Bei leichteren Rotweinen mit wenig Tannin können es auch gerne 14°C sein.

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